Für Erhalt der AWK-Krankenhäuser Verden und Achim

12. Mai 2012 |

Der Erhalt unseres AWK-Krankenhauses in Verden ist für unsere Region von besonderer Bedeutung, nicht nur wegen der Notfall-Versorgung der Menschen in unserem Landkreis. Gestern waren wir CDU-Kreistagsabgeordnete unter der Leitung unseres Fraktionsvorsitzenden, MdL Wilhelm Hogrefe Gäste in der Verdener Aller-Weser-Klinik. Chefarzt Dr. Peter Ahrens und AWK-Geschäftsführerin Marianne Baehr informierten uns umfassend über die aktuelle Situation der beiden AWK-Krankenhäuser in Achim und Verden und deren Zukunftsperpektiven.Schlagzeilen über die Millionen-Defizite unserer Krankenhäuser bestimmen leider seit mehreren Jahren die Berichte über die Aller-Weser-Klinik (AWK). Damit sind unsere beiden Kliniken leider „in guter Gesellschaft". Mit der Schlagzeile „Hälfte der Kliniken defizitär" berichtete die Ärzte-Zeitung am 9. Mai über die wirtschaftliche Lage der Krankenhäuser in Deutschland. „Besonders betroffen sind die kleinen Krankenhäuser mit weniger als 250 Betten. Von ihnen wiesen 56,8 Prozent eine negative Umsatzrentabilität aus", ist da bei www.aerztezeitung.de zu lesen. Im Kreistag haben wir in den letzten Jahren mehrfach Beschlüsse zum Defizit-Ausgleich und zum Erhalt beider Krankenhäuser gefasst, damit eine wohnort-nahe medizinische Versorgung auch in Zukunft in unserem Landkreis gewährleistet werden kann.

In Verden wurde kürzlich nach eineinhalbjähriger Bauzeit das neue Gesundheitszentrum mit Facharztpraxen, Apotheke und einer Senioren-Wohnanlage eingeweiht und bezogen. Sämtliche Facharztpraxen sind inzwischen vergeben, erfuhren wir bei unserem gestrigen Besuch. Der Gesundheits-Standort Verden wird durch den weißen Neubau an der Eitzer Straße gestärkt. Bei einem Rundgang konnten wir uns davon überzeugen, dass die mehrere Millionen Euro teure Investitionen in eine neue Notfall-Ambulanz und die neue Intensivstation die Situation im Verdener Krankenhaus wesentlich verbessert haben. Sinnvoll und erforderlich sind nach meiner Überzeugung weitere Investitionen in den Neubau eines Bettenhauses in Verden, denn 4 Bett-Zimmer sind heute nicht mehr zeitgemäß. Bis zum Jahresende sollen sämtliche Antragsunterlagen für den Bettenhaus-Neubau erstellt werden, damit wir in einigen Jahren in Verden möglichst mit einem 80%-igen Landeszuschuss den Neubau realisieren können.

Nach unserem Rundgang informierte uns Geschäftsführerin Marianne Baehr über die wirtschaftliche Situation, den leider notwendigen Stellenabbau und die Zukunftsperspektiven. Das Achimer Krankenhaus soll zu einer Fachklinik entwickelt werden und für das Verdener Haus ist das neue Gesundheitszentrum eine Stärkung und der Neubau des Bettenhauses für die Zukunft von besonderer Bedeutung. Bis 2015 sollen die beiden AWK-Krankenhäuser aus der Verlustzone heraus sein, berichtete uns die Geschäftsführerin.

Leider verbreiten sich Negativ-Schlagzeilen über das jeweilige Krankenhaus in der Nähe immer schneller als positive Berichte. Meine Familie hat im Verdener Krankenhaus bisher immer positive Erfahrungen gesammelt: bei der Geburt unserer Söhne vor über 20 Jahren, bei meiner Knie-Operation in den 1990er Jahren und auch als ich 2007 (leider) für mehrere Tage die Verdener Intensivstation von innen erlebt habe. Sehr positiv hat sich meines Erachtens die Kooperation der Aller-Weser-Kliniken in unserem Landkreis mit dem großen Diakonie-Krankenhaus in Rotenburg entwickelt.

Am Sonntag,  17. Juni lädt das AWK-Krankenhaus Verden übrigens zu einem „Tag der Gesundheit" ein.  Auf der Internetseite www.aller-weser-klinik.de ist dazu folgende Information zu lesen: „Ab 11.00 Uhr sind interessierte Besucher zu einem “Tag der offenen Tür“ in die Seniorenresidenz und in die Praxen des Gesundheitszentrums eingeladen. Parallel dazu findet in der Zeit von 11.00 bis 17.00 Uhr die Gesundheitsmesse “Rund um Gesund“ am Krankenhaus statt. Die Besucher erwartet ein umfangreiches und vielseitiges Programm. Mit Fachvorträgen und Vorführungen präsentieren sich die Fachabteilungen der Aller-Weser-Klinik. Führungen bieten die Gelegenheit, Räumlichkeiten innerhalb der Klinik zu besichtigen".

Als Nachbereitung unseres gestrigen Besuches des AWK-Krankenhauses in Verden habe ich mir heute auch den Klinik-Film angesehen, der im Internet abrufbar ist.


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