Gemeinderat

Bei der Niedersächsischen Gemeindereform 1972 wurde aus 17 ehemals selbstständigen Gemeinden die neue Gemeinde Kirchlinteln gebildet. Der Gemeinderat ist das oberste Organ der Gemeinde Kirchlinteln mit heute über 10.300 Einwohner. Entsprechend der Einwohnerzahl gibt es im Gemeinderat 27 Sitze, die in der 10. Wahlperiode (2011 – 2016) wie folgt besetzt sind:

  • 14 Sitze CDU-Fraktion
  •   8 Sitze SPD-Fraktion
  •   3 Sitze Grüne-Fraktion
  •    1 Sitz Bürger-Bund
  •    1 Sitz Bürgermeister Wolfgang Rodewald
in den 1990er Jahren trug ich noch einen Vollbart

Günter Lühning: in den 1990er Jahren trug ich noch einen Vollbart

Die Gemeinderatswahl für die 6. Wahlperiode (1991-1996) im Gemeinderat der Gemeinde Kirchlinteln fand im September 1991 statt.

Aus Otersen kandidierten damals 5 Einwohner für einen Sitz im Gemeinderat.

Mit 390 Stimmen und insgesamt 492 Stimmen aus dem gesamten Wahlbezirk 4 (mehreren Dörfern aus dem Kleinbahnbezirk) wurde ich im September 1991 erstmals in den Gemeinderat gewählt. Mit einem der besten Wahlergebnisse aller gewählten Ratsmitglieder erhielt ich Dank des großen Vertrauensbeweises aus der Bevölkerung als parteiloser Kandidat ein Direkt-Mandat im Gemeinderat.

In der 6. Wahlperiode wurde Johann-Hinrich Lindhorst aus Kirchlinteln zum ehrenamtlichen Bürgermeister gewählt.

Gemeindedirektor Gert Rickmeyer war im Rathaus Chef der Gemeindeverwaltung und Dr. Klaus Tietje aus Neddenaverbergen führte die CDU-Ratsfraktion als Fraktionsvorsitzender.

In den ersten Jahren meiner Ratszugehörigkeit engagierte ich mich in folgenden Fachausschüssen:

  • Bau-, Planungs- und Verkehrsausschuss
  • Jugend-, Sport- und Sozialausschuss
  • Finanzausschuss

Teilweise habe ich bereits als stellvertretender Ausschuss-Vorsitzender Verantwortung getragen. Zu meinen politischen Ziehvätern zählte besonders Heinz-Dieter Jacobs aus Holtum (Geest), der Vater unseres 2010 neu gewählten Vorsitzenden des CDU-Gemeindeverbandes Arne Jacobs. Heinz-Dieter Jacobs zeichnete sich durch großen Sachverstand aus. Er war damals sowohl Vorsitzender des Bauausschusses und des Finanzausschusses und trug eine besondere Verantwortung. Sachorientierte Diskussionen und Entscheidungen mit großer Mehrheit aller Ratsmitglieder waren für Dieter Jacobs immer wichtiger als parteipolitisch motivierte Entscheidungen. Dadurch wurden die noch heute viel zitierten „Kirchlintelner Verhältnisse" begründet.

Günter Lühning, 2009

Nach der Kommunalwahl 1996 wurde Dr. Klaus Tietje aus Neddenaverbergen zum Nachfolger von Johann-Hinrich Lindhorst zum Bürgermeister der Gemeinde Kirchlinteln gewählt.

Mit damals 35 Jahren trat ich die Nachfolge von Dr. Klaus Tietje an und wurde zum Fraktionsvorsitzenden der CDU-Mehrheitsfraktion gewählt. Seit 1996 bin ich auch Beigeordneter der Gemeinde Kirchlinteln mit Sitz und Stimme im monatlich tagenden Verwaltungsausschuss (VA). Von unserem langjährigen und tüchtigen Gemeindedirektor Gert Rickmeyer habe ich gelernt, das Rat und Verwaltungsspitze gemeinsam das Geschäft der kommunalen Selbstverwaltung betreiben, also eher gemeinsam statt gegeneinander.

Als Ratsherr (seit 1991) und als Fraktionsvorsitzender (seit 1996) habe ich mich immer für folgende Prinzipien und Zielsetzungen eingesetzt:

  • sachlicher und fairer Wettbewerb um die besten Ideen und Lösungen
  • Miteinander geht mehr als gegeneinander
  • Sachorientierte Kommunalpolitik geht vor Parteipolitik
  • den Bürgern zuhören und gemeinsam Lösungen diskutieren und erarbeiten
  • die Zukunft in unserem ländlichen Raum mit Optimismus positiv gestalten
  • wir informieren uns nicht nur durch schriftliche Vorlagen der Verwaltung, sondern gezielt auch vor Ort in den Dörfern, bei Betriebsbesichtigungen, in Bürger-Foren und im Dialog mit Vereinen und Organisationen
  • wir entwickeln Konzepte, formulieren pragmatische Anträge und nutzen aktiv die Möglichkeiten zur Zukunftsgestaltung

Um die Zukunft in unserer Gemeinde für die hier lebenden Menschen positiv gestalten zu können, brauchen wir im Gemeinderat engagierte Mitbürgerinnen und Mitbürger aus allen Alters- und Berufsgruppen, um Ideen und Fachkompetenz bündeln und für die kommunale Selbstverwaltung nutzbar machen zu können.