Heimat

Meine Heimat ist das Allertal im Landkreis VerdenIn der Mitte Niedersachsens bin ich tief verwurzelt und deshalb bodenständig und „erdverwachsen".

Mein Vater stammt aus Otersen, meine Mutter aus Kirchlinteln. Meine Großeltern haben ihre Wurzeln ebenfalls im Landkreis Verden – in Otersen, Westen, Kirchlinteln und Scharnhorst.

Während meine Großeltern in Otersen und Kirchlinteln noch ausschließlich von einer kleinen Landwirtschaft leben konnten, betrieb mein Vater die kleine Landwirtschaft mit 14 Hektar eigenem Ackerland sowie mit Viehzucht als Nebenerwerbs-Landwirt und sorgte als Arbeiter bei der Fa. EFFEM (jetzt: Mars) in Verden für den Lebensunterhalt unserer Familie. Aufgewachsen bin ich in einem in den 1960er und 1970er Jahren typischen 3 Generationen-Haushalt gemeinsam mit meinen Eltern und Großeltern.

Seine Wurzeln zu kennen und zu wissen woher man kommt ist nach meiner Überzeugung wichtig für eine dauerhafte Bodenhaftung.

Nach dem Besuch der Grundschule in Luttum und der Realschule in Verden begann am 1.8.1978 meine Ausbildung zum Sparkassenkaufmann bei der Kreissparkasse Verden. Dem erfolgreichen Lehrabschluss 1981 folgte meine Grundwehrdienstzeit in Oldenburg und Achim, die Ausbilder-Eignungsprüfung und zwischen Hochzeit und der Geburt unseres 1. Sohnes das Studium zum Sparkassenbetriebswirt an der Sparkassen-Akademie in Hannover (1988).

Mein beruflicher Werdegang bei der Kreissparkasse Verden führte mich von Verden aus als Firmenkundenberater und Baufinanzierer nach Langwedel, als Filialleiter bei der Sparkasse Blender war ich von 1991 bis 2001 für die Gemeinden Blender und Morsum verantwortlich, bevor ich 2001 Filialdirektor der Sparkasse in Oyten wurde.

Der Landkreis Verden ist zweifellos meine „Heimat" und Otersen mein Heimatdorf. Hier im Landkreis Verden bin ich geboren und aufgewachsen – hier möchte ich in vertrauter Umgebung alt werden.

1. Bildband für alle Ortschaften (1983)„Das Leben kann nur rückwärts verstanden, muß aber vorwärts gelebt werden" – Dieses Zitat von Sören Kierkegaard haben Hermann Meisloh aus Kirchlinteln und ich im November 1983 als Buchautoren des 1. Bildbandes für alle 17 Ortschaften der Gemeinde Kirchlinteln in unserem Vorwort zum 144-seitigen Buch „Kirchlinteln – Berichte und Bilder aus vergangenen Tagen" veröffentlicht. Zwei Auflagen dieses besonderen Heimatbuches für die ganze Gemeinde sind längst vergriffen. Die jahrelangen Recherchen für diesen Bildband haben dazu beigetragen, dass ich die 17 Ortschaften unserer Gemeinde noch besser kennen und Wert schätzen gelernt habe.

Ich fühle mich aber nicht nur als „erdverwachsener" Konservativer – sondern bin experimentierfreudig und neuen Entwicklungen stets aufgeschlossen.

1996/97 wollten wir die zwischen 1600 und 1967 bestehende Fährverbindung mit der Allerfähre zwischen Otersen und Westen neu einrichten. Einfach nur eine Allerfähre? – nein! Durch die Unterstützung vieler ehrenamtlicher Fährleute ist es mir als Vereinsvorsitzendem gelungen, die zweitkleinste Fähre innovativ mit der Kraft der Sonne und des Ehrenamtes zu betreiben.

1999 gab es für unsere Solar-Allerfähre in Bonn den Deutschen Solarpreis. Weitere Preisträger in anderen Kategorien waren die ZDF-Umweltredaktion und der Deutsche Bundestag für das Solar-Energiekonzept im Berliner Reichstagsgebäude. Als Vereinsvorsitzender des Heimat- & Fährverein Otersen e.V. durfte ich am 30.10.1999 in Bonn von Eurosolar-Präsident Hermann Scheer (MdB, SPD), dem Träger des Alternativen Nobelpreises, den Deutschen Solarpreis in Empfang nehmen. Eine große Auszeichnung für ein besonderes Projekt aus einem kleinen Dorf.

Von Eurosolar-Präsident Hermann Scheer erhielt ich 1999 den Deutschen Solarpreis für die Solar-Allerfähre

Bereits im Sommer 1998 hatte ich die Gelegenheit, im Verdener Expo-Projekt „Holz-Heizwerk" auf dem Gelände der Kreisverwaltung unserer damaligen Bundesumweltministerin und heutigen Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel über die Nutzung Erneuerbarer Energien in der Gemeinde Kirchlinteln und die Pläne für eine 2. Solar-Allerfähre zu berichten.

Um die Zukunftsfähigkeit meines Heimatdorfes Otersen ging es in den Jahren 2006 und 2007. Zusammen mit 3.900 anderen Dörfern aus ganz Deutschland nahm Otersen am Dorfwettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft". Als Sprecher eines eigens gebildeten Arbeitskreises habe ich die Wettbewerbs-Teilnahme Otersens von Beginn an koordiniert und die Bewerbungsunterlagen erstellt und eingereicht.

Immer wenn eine Bewertungskommission in unser Dorf kam, stellten viele engagierte Einwohner, Vereinsvertreter und auch Jugendliche die Zukunftsfähigkeit und mehrere besondere Projekte vor – offensichtlich mit Erfolg. Als Kreissieger qualifizierten wir uns für den Bezirksentscheid. Nach der 2. Präsentation waren wir für den Landeswettbewerb in Niedersachsen qualifiziert. Als wir zu Pfingsten 2007 den Landessieg in Niedersachsen feierten, war die Sensation perfekt: Im September 2007 zählten wir zu den besten 34 Dörfern (von ursprünglich 3.900 ! Dörfern) im 22. Bundeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft". Und es sollte noch eine weitere Sensation geben: Otersen wurde „Bundes-Golddorf 2007" – einer von insgesamt 8 Bundessiegern. Im Januar 2008 reisten über 100 Einwohner Otersens zur Bundes-Siegerehrung in das ICC Berlin. Hier erhielten wir vor 3.000 Gästen vom damaligen Bundesminister Horst Seehofer und dem Vorsitzenden der Bundesbewertungskommission Michael Pelzer aus Bayern die Gold-Plakette überreicht.

Mein Heimatdorf wurde Bundessieger im Dorfwettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft"