Ministerpräsidentin AKK in Thedinghausen

11. Oktober 2017 |

„AKKtiv" ist ihre Marke und Annegret Kramp-Karrenbauer ihr Name. Sonntagabend war die Saarländische Ministerpräsidentin bei Anne Will in der gleichnamigen ARD-Talkshow und heute Nachmittag auf Einladung unseres Landtagsabgeordneten Adrian Mohr im Erbhof Restaurant in Thedinghausen. In der gut besuchten Veranstaltung ging es um das Leben auf dem Lande, ländliche Probleme und die Zukunft für die Menschen im ländlichen Raum. Mit dabei: die lokale Presse und ein Team des Fernsehsenders n-tv.

Aus Berlin kommend wurde Annegret Kramp-Karrenbauer bei laufender TV-Kamera mit Applaus in Thedinghausen empfangen und von MdL Adrian Mohr begrüßt.

Meine Kreistagskollegen, Karin Bergmann (Thedinghausen) und unser MdL Adrian Mohr begrüßten heute Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer in Thedinghausen.

Im Mittelpunkt der Dialog-Veranstaltung stand dann der ländliche Raum,  mit dessen Problemen und Perspektiven sich „AKK" gut auskannte. Die 3 Bürgermeister aus den Mitgliedsgemeinden der Samtgemeinde Thedinghausen, Andreas Meyer (Blender), Tom Metz (Thedinghausen) und Gerold Bremer (Emtinghausen) berichteten einleitend kurz über verschiedene Projekte der Dorfentwicklung und insbesondere über die Bedeutung des Bürgerengagements bei der Realisierung von Dorf-Projekten wie zum Beispiel einem Dorfgemeinschaftshaus, der Sanierung und Umnutzung einer Mühle zu kulturellen Zwecken und der Errichtung eines Mehrgenerations-Spielplatzes.

Anschließend habe ich vom jüngsten Kreiswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft" mit der Rekord-Teilnehmerzahl von 7 aktiven Dörfern berichtet. Einleitend habe ich die Wettbewerbs-Kriterien:

  • Siedlungsentwicklung und Baugestaltung,
  • Soziales und Kultur,            
  • Grün im Dorf und das Dorf in der Landschaft,
  • Wirtschaftliche Entwicklung

Unabhängig von der Platzierung im Wettbewerb hätten alle Dörfer gewonnen, weil engagierte Bürger sich mit den Stärken und Schwächen ihres Heimatdorfes auseinandergesetzt, Ideen für die Zukunft entwickelt, Ziele formuliert und Projekte auf den Weg gebracht hätten.

„Das ist gut so, denn der ländliche Raum steht nach meiner festen Überzeugung vor großen Herausforderungen und diese Herausforderungen werden wir nur gemeinsam mit einer aktiven Bürgerschaft meistern.

„Aus dem Saarland kommen kluge Menschen", habe ich anschließend behauptet. „Keine Sorge – ich meine damit nicht den Oskar, sondern den Ottmar – Ottmar Weber. Den Saarländer aus der Saarländischen Agentur Ländlicher Raum hatte ich 2009 bei einer Fachtagung in Würzburg kennen gelernt.

Aus Ottmar Webers Vortrag „Luscht aufs Dorf machen" war mir seine Aussage

„Aktive Bürger haben lebendige Dörfer
Die Alternative ist – Schlafe mein Dörfchen schlaf ein"

in Erinnerung geblieben und wird des öfteren von mir gern zitiert.

Gemeinsam mit aktiven Dorf-Menschen müssen alle Ebenen des Staates von der Gemeinde, über die Kreise und Bundesländer bis hin zum Bund dafür sorgen, das unsere Dörfer, das der ländliche Raum nicht in einen Dornröschenschlaf verfällt und abgehängt wird. Deshalb benötigen aktive Bürger, also die Dorf-Motoren mit vielen Zylindern auch permanente Unterstützung – darum bitte ich Landes- und Bundespolitik" beendete ich meinen Kurzvortrag.

Saarlands Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) am 11.10.2017 im Erbhof-Restaurant.

Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (55, verh., 3 Kinder) erwies sich in ihrem gut halbstündigen Vortrag als profunde Kennerin und Förderin des ländlichen Raumes. Bei der Sicherung der Krankenhaus-Standorte in ländlichen Regionen müsse die Systematik der Abrechnung nach Fallzahlen die Besonderheiten ländlicher Räume berücksichtigen, damit Krankenhäuser in den Mittelzentren ländlicher Räume (z.B. Verden und Achim) nicht aufgrund ihrer Lage schon wirtschaftliche Nachteile hätten. Wichtig sei auch der Erhalt eines wohnortnahen Netzes an Hausärzten. Daseinsvorsorge und Nahversorgung waren weitere Themen von AKK".                                    

Lebensqualität und gute Infrastruktur auf dem Lande fördere auch den Zusammenhalt in der Gesellschaft insgesamt. Wenn sich die Landflucht fortsetze und Menschen vom Land in die Städte ziehen, dann führe die höhere Nachfrage nach Wohnungen in der Stadt zunehmend zu unbezahlbaren städtische Mieten – und Leerstand auf dem Lande. Die Digitalisierung sei auch eine Chance für ländliche Räume – um zukunftsfähige Arbeitsplätze in Dörfern zu schaffen. Das setze aber dringend eine flächendecke Breitband-Versorgung auch auf dem Lande voraus. Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer berichtete von ihren Initiativen und guten Erfahrungen mit dem gegründeten Zweckverband eGo Saar www.breitband-saarland.de . Schnelles Internet sei nicht nur für Industriebetriebe und High-Tech-Unternehmen wichtig, sondern für immer mehr Handwerksbetriebe und auch Landwirte. Die saarländische Ministerpräsidentin führte nach ihrem Vortrag Gespräche bei Kaffee und Kuchen und beantwortete Fragen zu Entlastungen für Ehrenamtliche, zu Bildungsurlaub für Feuerwehr-Lehrgänge.

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