Verbesserte „Bundesförderung für effiziente Gebäude" (BEG)

1. August 2021 |

In meinem Hauptberuf als Firmenkundenberater bei der Sparkasse werbe ich bei meinen Kunden, die Neubauten oder Gebäude-Sanierungen planen, für effiziente Neubauten bzw. Energetische Sanierungen von Alt-Gebäuden. Gemeinsam mit meinen Söhnen Steffen und Torsten realisiere ich jetzt auch privat ein ehrgeiziges Bauvorhaben: die dorfgerechte Revitalisierung unserer 150jährigen Hofstelle in Otersen bei gleichzeitiger Energieeffizienter Gebäude-Sanierung zum KfW 85-Haus und Schaffung von 4 Wohnungen. Wir planen auch eine 22 kWpeak Sonnenstrom-Anlage mit 62 Photovoltaik-Modulen, 15 KW-Energiespeicher, Wallbox für eAutos und eine 16 KW-Sole-Wasser-Wärmepumpe als Ersatz für die Ölheizung, die noch funktionsfähig gewesen wäre. Über das Bauvorhaben berichten wir zukünftig auf unserer Facebook-Seite www.facebook.com/BargLuehning und auf meiner Homepage werbe ich heute für die Nutzung der neuen Bundesförderung.

Etwa 14 Prozent der gesamten  CO2-Emissionen in Deutschland stammen aus dem Gebäudesektor (Stand 2018).  Eigentlich müsste er  das Doppelte betragen, also nicht 14 sondern 28 Prozent. Denn weitere Emissionen entstehen bei der Herstellung von Strom und Fernwärme oder von Baustoffen. Obwohl man die Produkte maßgeblich im Gebäudesektor benötigt, werden die Emissionen der Energiewirtschaft und der Industrie zugerechnet. Das macht deutlich, wie wichtig es für das Klima ist, Gebäude energetisch zu sanieren, alte Heizungen auszutauschen und umweltschonendes Baumaterial einzusetzen„. Für die Zukunft hat die Bundesregierung im Interesse des Klimaschutzes wichtige Ziele gesetzt: „Im Gebäudesektor müssen die Treibhausgasemissionen bis 2030 im Vergleich zu 1990 um 66 bis 67 Prozent sinken. Mit einem Mix aus verstärkter Förderung, CO2-Bepreisung sowie durch ordnungsrechtliche Maßnahmen will die Bundesregierung Bauen und Wohnen in Deutschland klimafreundlicher machen".  (Quelle: www.bundesregierung.de/breg-de/themen/klimaschutz/klimafreundlich-wohnen-1672900)

Im Bereich Nutzung von Wohn- und Gewerbegebäuden steckt also ein großes Einsparpotenzial, um die CO2-Emissionen zu reduzieren und die Klimakatastrophe doch noch zu verhindern. Die Maßnahmen sind meines Erachtens vielfältig:

  1. Neubau von Wohnhäusern, Bürogebäuden und Gewerbehallen unter Einhaltung der KfW-Standards KfW 55, KfW 40 und KfW 40plus – mit bis zu 25 % Zuschuss auf bis zu 150.000 € förderfähige Kosten pro Wohnung

2. Nutzung Erneuerbarer Energien für die Versorgung der Gebäude mit Strom und Heiz-Energie, also

  • Photovoltaik,
  • Solarthermie,
  • Wärmepumpen (mit z.B. 35 % Zuschuss, plus 10 % bei Ersatz der Öl-Heizung)
  • Holzhackschnitzel-Heizungen
  • Wasserstoff

statt Öl- und Gas-Heizungen und Strom aus Kohlekraftwerken etc.

3. Großes Potenzial bietet nach meiner Überzeugung die Revitalisierung von Sanierungs-fähigen Alt-Gebäuden mit attraktiven Förderungen

  • 27,5 % bei KfW 100-Standard
  • 30,0 % Zuschuss bei KfW 85-Standard
  • bis zu 45 % Zuschuss bei Erreichen des KfW 40-Standards

4. Durchführung von Einzelmaßnahmen – z.B. Erneuerung der Fenster oder Verbesserung der Gebäude-Dämmung wird vom Bund attraktiv gefördert.

Für weitere Informationen empfehle ich folgende Internetseiten:

www.bafa.de/SharedDocs/Downloads/DE/Energie/beg_em_foerderuebersicht.pdf?__blob=publicationFile&v=5

https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Bundesf%C3%B6rderung-f%C3%BCr-effiziente-Geb%C3%A4ude/

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